Ein Dorf voller Harmonie

von Test-Admin

 

MARBACH ⋅ Den diesjährigen Unterhaltungsabend präsentierte der Musikverein Marbach gemeinsam mit Gästen: «Z’ Gast z’ Marpa» waren am Samstagabend die Lüchinger Tambouren und die Jugendmusik Heiden.

 

Ein grossartiges Schlussbild: Über 100 Musikantinnen und Musikanten vom Musikverein Marbach und seiner Jugendmusik, von der Jugendmusik Heiden und den Tambouren Lüchingen verabschiedeten sich mit «Hulapalu» vom Publikum. (Bild: Max Pflüger)
 
 
Max Pflüger

Das Motto des Unterhaltungsabends, «Z’ Gast z’ Marpa», wählte der Musikverein Marbach nicht ganz zufällig. Damit nimmt er das grosse Ereignis im Mai vorweg: Die Rheintalischen Kreismusiktage 2017 werden am 20. und 21. Mai Hunderte von Musikanten sowie ein grosses Publikum als Gäste im Marbach willkommen heissen. Auch die Wahl der Gäste vom Samstagabend erfolgte nicht ganz zufällig. Die beiden Gastvereine sind personell eng mit dem Musikverein Marbach verknüpft. Der Marbacher Bass-Klarinettist Reto Bischofberger leitet die Jugendmusik Heiden als Präsident, Schlagzeuger Remo Dintheer ist musikalischer Leiter der Lüchinger Tambouren.

Schakalakabum verleiht Flügel

Mit rassigen Trommelwirbeln, mit abwechslungsreichen Rhythmen und immer auch mit einer Portion Schalk präsentierten die Lüchinger Tambouren zwischen dem Spiel der Marbacher immer wieder eine gekonnte Trommelschau. Die turbulenten Kunststücke der Trommler liessen die Zuschauer staunen über die virtuose Fingerfertigkeit im Umgang mit den Schlegeln. Die wirbelten durch die Luft, als ob sie Flügel hätten, und strapazierten die Augen, wenn man sie genau verfolgen wollte. Das alles präsentierten die Tambouren auswendig und mit perfekter Präzision, so dass das Publikum nicht nur ein Spektakel fürs Auge erlebte, sondern auch einen archaisch-musikalischen Genuss. Musik zauberten die Lüchinger sogar auch aus leeren Kunststoffröhren.

Traditionelle Klangwelten und junge Musik

Der Musikverein Marbach eröffnete den Abend mit einem frischen Strauss traditioneller Blasmusik. Einer der Höhepunkte war dabei das von Miriam und Konrad Benz auf der Trompete und dem Euphonium virtuos ­geblasene Solo «Von Freund zu Freund». Konrad Benz wurde zudem eine besondere Ehre zuteil. Vereinspräsidentin Sibylle Segmüller-Garcia dankte ihm für 35 Jahre treue Mitgliedschaft im Verein und überreichte ihm ein Präsent. Vom Blasmusikverband wurde er dafür bereits zum Eidgenössischen Veteran ernannt. Mit dem Ständchen «Böhmische Liebe» dankten ihm die Vereinskollegen für sein Engagement in der Vereinsarbeit. Mit jugendlich frischen Melodien zeigten dann die jüngsten Marbacher Musikanten, was sie bei Beat Brunner schon gelernt hatten. Mit dem poppigen «Mambo No. 5», dem jazzigen «Birdland» oder Filmmusik aus «Frozen» und «Born This Way» von Lady Gaga erhielten sie immer wieder Applaus.

Starker Auftritt der ­Jugendmusik Heiden

Unter der Leitung von Roman Pizio überzeugte die in der 3. Stärkeklasse spielende Formation mit einem abwechslungsreichen und klangvollen Programm. Gut kamen beim Publikum etwa das ­Pepe-Lienhard-Medley mit den bekannten «Swiss Lady», «Shila Baby» und «Piccoloman» an oder auch der rassige Marsch «Viva Arogno» sowie ein Medley mit bekannten und beliebten Filmmelodien. Applaus gab es aber auch für die Mitteilung der Heidener, dass sie an den Rheintaler Kreismusiktagen wieder nach Marbach kommen werden, zwar nicht als Musikanten, wohl aber mit einer Vielzahl an helfenden Händen. Ein willkommener Einsatz!

Unterhaltsames Marbacher Showkonzert

Mit unterhaltsamer Musik von Phil Collins bis Gölä klang der Abend mit dem Musikverein Marbach aus. Nicht unerwähnt bleiben dürfen aber die virtuosen Trompetensoli von Miriam Benz in «Light Walk» und Janik Frey in «The Mask of Zorro», die beide wohlverdienten Applaus auf offener Szene ernteten.

Und ganz zum Schluss gab es dann noch eine besondere Überraschung. Über 100 Musikantinnen und Musikanten versammelten sich auf der Bühne: Der Musikverein Marbach, sein Nachwuchs sowie die Gäste aus Lüchingen und Heiden intonierten zum Abschied gemeinsam das fröhliche Stück «Hulapalu» von Erwin Jahreis.

Zurück